Sarah De Sanctis

„Verschwiegenheit ist das Wichtigste bei meiner Arbeit. Tabus können und sollen angesprochen werden, jeder Mensch soll sich bei meinen Workshops wohl und willkommen fühlen, somit bekommen Wertungen und Diskriminierung bei mir keinen Raum. Humor ist ein weiterer wichtiger Aspekt bei meinem Tun, schließlich können schwierige Momente so leichter betrachtet werden. Jede Gruppe ist wie jeder Mensch unterschiedlich. Darum ist es mir ein wichtig, so gut wie möglich auf die individuellen Bedürfnisse einzugehen. In der Gruppe und im Einzel.“

Den Einstieg in das Schreiben bildete ein Journalismus-Studium an der Hochschule für angewandte Wissenschaften in Ansbach. Ich arbeitete einige Jahre als freie Journalistin in Nürnberg. Mit der Aufnahme am Literaturinstitut in Hildesheim konzentrierte ich mich auf das Literarische Schreiben. Ich studierte unter anderem bei Hanns-Joseph Ortheil und Annette Pehnt. Ich lernte Möglichkeiten des Literarischen Schreibens, der Schreibpädagogik und der Literaturvermittlung kennen. In dieser Zeit veröffentlichte ich in verschiedenen Anthologien und der Literaturzeitschrift Bella triste.

In meiner Masterarbeit setzte ich mich mit den Möglichkeiten des Autobiografischen Schreibens auseinander, mit Impulsen, Perspektiven und der Literarischen Höhe autobiografischer Texte.

Für meine Arbeit als Schreibcoach aber auch Pädagogin beschäftigte ich mich intensiv mit den Arbeiten von Erich Fromm, Carl Gustav Jung, James Pennebaker, Lutz von Werder und Julia Cameron. Bei meinen Seminaren und Workshops im Bereich des Kreativen Schreibens steht für mich der sprachlich-kreative Ausdruck nach dem Ansatz der Salutogenese im Vordergrund.

Neben meinem „akademischen Schreibwerdegang“ und den beruflichen Zwecken meines Schreibens, bedeutet für mich der kreativ-sprachliche Ausdruck viel mehr als das. Zwar hatte ich schon immer gern geschrieben und habe damit meinen Lebensunterhalt bestritten, doch zum Schreiben im Sinne der Selbsterfahrung und Selbstheilung, bin ich erst durch eine massive Lebenskrise gekommen. Mein Schreiben veränderte sich schlagartig, nun bildete nicht mehr eine Geschichte oder Erzählung den Fokus, dieses neue, kreative Schreiben half mir dabei, meinen Horizont zu erweitern, meine Perspektiven zu ändern, meine persönlichen blinden Flecken zu sehen, Traumata zu verarbeiten und gestärkt über meine eigenen Hürden hinaus zu wachsen. Neben meinem Masterstudium im Literarischen Schreiben absolvierte ich also eine Ausbildung zur Schreibtherapeutin. Diese Erfahrung veränderte mein Leben und ich möchte dieses Wissen weitergeben.

Kontakt: Sarah De Sanctis